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Japanische Kunst der Moderne aus der Sammlung des Museums
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II. Die Kunst der Vorkriegs-Showa Ära (1926-1945)
Reifezeit der Malerei des japanischen und des westlichen Stils
Die Künstler, die die individualistische Strömung der Taisho Ära (1912–26) und den anschließenden Modernismus miterlebt hatten, bemühten sich einerseits um die Fortführung des advantgardistischen Schaffens, während man sich gleichzeitig als Reaktion auf diese Strömungen wieder auf die japanischen Traditionen und Klassiker zurückbesann. Man suchte den Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens in der Wahrnehmung der Tradition Japans und des Orients. Im Bereich der Nihonga (japanische Malerei) waren besonders die klassizistischen Tendenzen von Yukihiko Yasuda und Kokei Kobayashi herausragend, die sich mit historischen Themen auseinandersetzten, wobei sie mit strengen Linien nach dem Vorbild der antiken Chinesischen Malerei arbeiteten. Bei den Künstlern der westlichen Malerei, wie Ryûzaburô Umehara und Sôtarô Yasui bildete sich ein klarer, dekorativer Stil heraus, den man als “Japanische Ölmalerei“ bezeichnen könnte. Man kann in diesem Zusammenhang von der Reifezeit der moderne japanischen Malerei sprechen.
III. Die Kunst während und nach dem Krieg
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Die Weltwirtschaftskrise 1929 löste weltweit eine Welle der Abgeschlossenheit aus. 1937 brach der zweite Sino-Japanische Krieg aus; im darauffolgenden Jahr wurde das Nationale Mobilisierungsgesetz in Kraft gesetzt. Dies erschwerte die Situation der „modernen“ Künstler, deren Schaffen auf dem Individualismus basieren sollte. In dieser Zeit begannen die Künstler im Auftrag der Presseabteilung des Militärs Kriegsdokumentarbilder anzufertigen. Auf der anderen Seite dürfen die Werke der jüngeren Künstlergeneration wie AI-Mitsu, Shunsuke Matsumoto oder Saburô Asô nicht vergessen werden. Ihr Realismus, der sich bemühte, unter dem Dirigismus der Kriegszeit einen verbleibenden Beweis des Lebens - gleich einem kleinen Freiraum - auf der Leinwand festzuhalten, war eines der wenigen Hinterlassenschaften für die Nachkriegszeit.
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Ai-Mitsu,Landscape with an Eye,1938
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IV. Die Kunst in den Fünfziger- und Sechziger Jahren
Mit dem Inkrafttreten des Friedensvertrags 1952 erlangte Japan seine Unabhängigkeit wieder. Auf den Wiederaufbau der 50er Jahre folgte eine Phase des beispiellosen Wirtschaftswachstums in den 60er Jahren. Die japanische Malerei der 50er Jahre wandelte sich in eine Darstellung des inneren Bildes, präsentiert in kräftigen tiefen Farbebenen, während sich gleichzeitig die gesamte Kunst in Japan, einschließlich der abstrakten Malerei und der Skulptur, bemühte, den Ursprung des Lebens oder den Busen der Natur direkt zu erreichen. Mit dem Beginn des raschen Auf- bzw. Ausbaus des Sozialsystems und der Infrastruktur im Vorfeld der Austragung der Olympischen Spiele in Tokyo 1964, lebte das durch den Krieg unterbrochene moderne bildnerische Denken wieder auf, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, den Mechanismus der Darstellungsform zu ergründen, die das Augenmerk auf die Beziehung zwischen Farbe und Form richtet. Darüber hinaus schufen die Künstler, die erst nach dem Krieg ihre künstlerische Tätigkeit aufgenommen hatten, neue Arten abstrakter Gemälde.

Galerie (*)
(*)=Photos by Norihiro Ueno.
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